ALPRESERV 2006

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Erfreuliche Ergebnisse in der Fischzucht

Ökologie

Die Flusssohle und Jungfische
als ökologische Indikatoren


Im zweijährigen Untersuchungsprogramm (2005 und 2006) werden umfassende Sub­strat­aufnahmen durchgeführt. Mittels Freeze-Cores (gefrorene Bodenkerne) werden Veränderungen im Substrat wie beispielsweise Deckschichtbildung oder innere Kolmation als Folge des veränderten Feststoffhaushaltes flussab der Stauhaltungen analysiert. Feinsedimentfallen dienen zur Differenzierung zwischen natürlichen Feinsedimenteinträgen und jenen als Folge von Stauraumentlandungen.


Die Erfassung der Bodenfauna in unterschiedlichen Habitaten und Tiefenschichten des
Schotterlückenraumes ermöglicht Aussagen über die ökologischen Auswirkungen der geänderten Substratverhältnisse.
Im Bereich der Fischfauna wird der Schwerpunkt auf die Erfassung der Fischlarven sowie der Jungfischfauna im gesamten Jahresverlauf gelegt. Dieses Untersuchungsdesign erlaubt die Analyse natürlicher abflussbedingter Entwicklungen der Jungfischzönosen im Unterschied zu Veränderungen in Folge von Stauraumentlandungen.


Weiters wurden im Rahmen des Projekts
ALPRESERV erstmals morphodynamische Berechnungen mit dem Habitatmodell CASiMiR (Computer Aided Simulation Model for Instream Flow Requirements) durchgeführt.
In CASiMiR fließt Expertenwissen über die Ansprüche von Fischen ein. Der große Vorteil dabei ist, dass verschiedene Spülabläufe, strukturelle Veränderungen im Gewässer und auch wasserbauliche Maßnahmen vor deren Verwirklichung im Rechenmodell simuliert werden können. Damit können also auf das Gewässer optimal abgestimmte Maßnahmen entwickelt werden.